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Die Dropzone RAPA / JSPC(L) - Bad Lippspringe:


Die Dropzone Bad Lippspringe wird von der Englischen Armee betrieben, liegt in der Nähe von Paderborn und ist bis auf wenige Ausnahmen (s. Termine) das ganze Jahr über 7 Tage die Woche geöffnet.

Allerdings ist die Hauptaufgabe der Dropzone die Ausbildung von armeeangehörigen Schülern. Deshalb finden High-Lifts nur statt, wenn wenigstens fünf Springer in der Maschine sitzen und es der Ausbildungsbetrieb erlaubt. Das ist am Wochenende bei gutem Wetter selten ein Problem, unter der Woche kann es aber passieren, dass man am Boden bleibt.

Gesprungen wird aus einer Quest Kodiak 100 und einer Norman Islander (Turbine), die 10 Springer in weniger als 20 Minuten auf 13.500 ft bringen.


Für den Sprungbetrieb gelten die Regeln der Britischen BPA, welche zum Teil strenger verfaßt sind als die deutschen.

Zum Beispiel
  • müssen Reserven alle 6 Monate gepackt werden
  • wird nicht bei geschlossener Wolkendecke gesprungen
  • wird nicht bei Wind über 20 Knoten gesprungen
  • muß jeder Springer ein Messer bei sich tragen
  • gibt es vor jedem Sprung einen Flightline-Check, bei dem von einem zweiten Springer die Ausrüstung überprüft wird (warum auch nicht, dies erfordert lediglich einen geringen Zeitaufwand, bietet ein zusätzliches Plus an Sicherheit)
  • überprüft ein Rigger einmal im Jahr das Gurtzeug, die Gütesiegel sowie die Versicherung; die Prüfung wird mittels einer Plakette am Gurtzeug bestätigt
  • muß man vor dem ersten Sprung in Bad Lippspringe eine Platzeinweisung erhalten haben
  • müssen Springer mit weniger als 100 Sprüngen eine Schwimmweste tragen (Seen in der Nähe)
  • müssen Springer mit weniger als 200 Sprüngen einen Harthelm tragen
  • wird Morgens und Mittags ein Winddrifter aus 3.000 ft abgeworfen, um den optimalen Absetzpunkt zu bestimmen
  • gibt es in jeder Maschine einen Jumpmaster, der den Absetzpunkt bestimmt (kein Absprung nach GPS)
Leider ist es aus steuerlichen Gründen nicht möglich, Zubehör wie Brillen, Messer oder sonstige Ausrüstungsgegenstände am Platz zu kaufen. Das Personal besteht aus britischen Militärangehörigen - Kenntnisse der englischen Sprache sind daher geboten.

Allerdings bekommt man auch einiges geboten:
  • Sind genug Springer am Platz, findet am Abend auch schon mal ein 20er aus beiden Maschinen statt
  • Mindestens zweimal im Jahr werden Nachtsprünge angeboten.
  • Bunkhouse und Zeltplatz (mit Strom und Wasser) können für 5,- DM / Nacht benutzt werden.
  • Es gibt Duschen, eine Bar und eine (im Winter beheizte) Packhalle.
  • Die Dropzone hat einen eigenen Mechaniker für die Flugzeuge. Der ist sogar am Wochenende innerhalb von 45 Minuten am Platz , wenn es mal Probleme mit einer Maschine gibt.


Es handelt sich um eine nicht kommerziell ausgerichtete britische drop-zone, welche durch die britischen Streitkräfte betrieben wird. Gastspringer werden gerne aufgenommen. Der staff ist nicht nur professionell ausgebildet, sondern auch ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.


Page last updated: 05.04.2011